Zu meinen Fotografien möchte ich einige erklärende Worte sagen.
"Eine ganze Unendlichkeit ist abgelaufen, als wir noch nicht waren",
so der Philosoph A.
Schopenhauer.
Aus diesem uns kaum begreiflichen Zeitraum stammen meine Bilder. Kunst nicht
von
Menschenhand geschaffen - jedoch von menschlichen Augen entdeckt. Bilder aus
oft kleinsten
Details von Fossilien, Mineralien und Urgestein - Einblicke in einen Makro-Kosmos,
erschaffen im ewigen Wandel der Evolution.
Sicher hat der Mensch als das letzte Glied der Evolution eine Beziehung zur
Urwelt, zu
unserem Ursprung. So vermutet der Dichter und Schriftsteller Gottfried Beim,
dass in unserem
Gehirn die Vorwelt gesammelt liegt.
Meine Motive sind Dokumente von vormenschlicher Harmonie und Schönheit
mit der
Ausstrahlung von Millionen von Jahren, die uns mit unserem Anfang verbindet.
Manchmal werde ich gefragt, wie ich auf die Idee kam Bilder aus Mineralien u.
Fossilien zu
machen, nachdem ich doch jahrelang mit völlig anderen Bereichen der Fotografie
zu tun hatte.
Ich suchte immer etwas Neues, was auf diese Art vermutlich noch niemand fotografiert
hatte
und was noch immer ein Geheimnis enthielt. Dann, vor 18 Jahren war ich Gast
in der
Fossilien-Galerie von Herrn K. A. Frickhinger in Planegg bei München. Dort
erblickte ich so
unglaublich schöne Exponate, die - im Detail aufgenommen - zu der Art von
Bildern wurden,
die heute in vielen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt werden.
Erwähnen möchte ich noch, dass sich schon kurze Zeit nach der Entdeckung
dieser Bildmotive
herausstellte, wie sehr sie gerade für Ruheräume im Krankenhaus, in
Kurheimen und
Arztpraxen geeignet sind. In der Dermatologischen Klinik der Universität
München wurden
z. B. 30 Fotografien l Vz Jahre lang ausgestellt. Der Direktor dieses Hauses
Herr Prof. Dr.
Plewig bestätigte in einem Brief die positive Wirkung der Ausstellung auf
die Gesundheit
seiner Patienten.
Seit Anbeginn hatten die Menschen eine tiefe Beziehung zu Steinen und wurden
von ihnen
beeinflusst.
Zum Nachdenken regt ein alter indischer Spruch an:"Gott schläft in
den Steinen".
Auch die Idee, dass Steine und Kristalle tot wären, ist vielfach widerlegt
worden durch den
Beweis, dass gewisse Steine und Mineralien wachsen - natürlich oft in Millionen
von Jahren.
(Gut erkennbar bei Phantom-Kristallen)
Mit meiner Arbeit will ich jedoch in erster Linie die Schönheit von Mineralien
und Fossilien im
Nah- und Makrobereich sichtbar machen
Erst durch die moderne Fotografie ist es möglich geworden, diese unbekannte
Urwelt zu
entdecken.
Konrad
Götz